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Lost HighwayQuelle: AmazonEAN: 0743217310691 26,66 EUR
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Features
FSK 16Beschreibung
Universum Film Lost Highway, USK/FSK: 16+ VÃ--Datum: 03.07.00Kunden Meinungen
David Lynch...
Datum:09.07.2010 - Rating: 5/5...liefert hier einen sehr offenen Film mit vielen Interpretationsmöglichkeiten. Spannend, verwirrend und intensiv vom Anfang bis zum Ende. Zum Kopf zerbrechen. Genial.
Es geht um die DVD, nicht den Film
Datum:27.12.2009 - Rating: 4/5Der Film ist wirklich stark, die DVD etwas schwach, da keine wirklichen Boni u.ä. vorhanden sind. Aber das Preis-Leistungsverhältnis ist absolut in Ordnung, daher kann ich eine Empfehlung aussprechen.
Die Hölle, der Teufel und ich
Datum:01.12.2009 - Rating: 4/5Die Geschichte ist schon öfters mal erzählt worden, zu oft vielleicht. Ein Mann reibt an einer Flasche, ein Geist erscheint und sagt: "Du hast drei Wünsche frei." Aber die drei Wünsche erweisen sich natürlich nicht als Erfüllung, als direkter Weg zum Glück. Denn zumindest in den Geschichten, in der Fiktion, ist die Welt gerecht, und wer durch Magie oder Wünsche sein Glück durch eine Abkürzung schneller erreichen will, der scheitert dann natürlich grausam.
Der Held dieses Films, hat ein einfaches Problem. Er lebt in einer Ehe, die sexuell (und wohl auch emotional) nicht mehr befriedigend ist. Ein Schicksal, dass nicht so selten sein soll in der westlichen Welt. Doch dieser Mann spinnt sich was zusammen. Erst ist es der Verdacht bezüglich der fremdgehenden Frau, dann die Phantasie eines Mordes aus Leidenschaft, einer gewaltsamen Befreiung von der so schrecklichen Situation, die sich in seinem Kopf breit machen. Und dann, oh Wunder, bekommt der Mann im Film genau das, was er sich in seinen schwachen Stunden gewünscht hat. Die Frau ist tot, aber der gerechten Strafe (sei es für die Tat oder allein für den Wunsch) entgeht unser Held. Und noch besser, auch sein nächster Wunsch erfüllt sich. Jetzt ist er der Liebhaber eines wunderschönen, begehrenswerten, blonden Alter Egos seiner geliebten Frau, und er darf seine Sexualität wieder voll ausleben. Doch leider, leider, hier - wie auch in "Bedazzled" mit Brendan Fraser - bekommt der Held zwar wirklich das, was immer gewollt hat, kann jedoch mit den Konsequenzen eben auch nicht leben. Die Frau, die er liebt, ist nicht nur begehrenswert, sondern auch gleich noch Pornostar, sie ist (im Gegensatz zu seiner toten Frau) verführerisch, aktiv, charismatisch und ehrgeizig, was bis zur Anstiftung zum Mord reicht. Und natürlich kann unser Held ihr dann auch nicht widerstehen. Und dann es geht noch weiter mit den erfüllten Wünschen: Ein Leben voller Gefahr und Abenteuer darf er führen, bewegt sich in Kreisen von mächtigen Gangstern, wird von diesen akzeptiert. Und noch weiter: Selbst seinen vermeintlichen Nebenbuhler darf unser Protagonist am Ende umbringen. Aber ist er damit glücklich? Natürlich nicht, und so ruiniert er auch seine Wunschexistenz. Und überhaupt gleicht dieses schöne, schnelle Leben voller Abenteuer schnell einer Hölle auf Erden.
Der Film zeigt somit wunderbar, dass die eigentliche Hölle auf dieser Welt gerade in der Erfüllung unserer eigenen Wünsche liegt, und dass wir unseren Weg verlieren ("Lost Highway"), wenn wir diese (in der Regel sexuellen) Wünsche mit aller Konsequenz verfolgen. Und mit dieser Aussage schließt Lynch natürlich auch an seine vielen anderen Filme an, in denen das Böse fast immer mit Sexualität verbunden ist, so in "Blue Velvet", in "Twin Peaks" und auch in "Mulholland Drive", dem thematisch auf "Lost Highway" folgenden Film. Und wie in den anderen Beispielen auch wird hier die Handlung von einigen mysteriösen Figuren begleitet, die bereits am Beginn der Handlung etwas mehr wissen als die Hauptfiguren, weil die Geschichten, die Lynch erzählt, nicht nur einmal sondern ständig passieren in unserer Welt. Doch leider zeigt Lynch den Zuschauern auch in diesem Film, dass es eben nicht gelingt, aus den eigenen Fehlern oder gar den von anderen zu lernen. "Dick Laurent ist tot" ist der einzige Satz, den der Held am Ende/Anfang der Handlung seinem Alter Ego in der Vergangenheit mitteilen kann. "Der Grund deiner vermeintlichen Eifersucht ist schon tot, du brauchst also nichts tun, und wenn du handelst, wird das nichts ändern", so lese ich die Botschaft hier. Aber die Welt bewegt sich trotzdem weiter, denn die Welt von Lynch ist eine deterministische Welt, in der die Menschen ihrem Schicksal, das heißt ihren eigenen Begierden, ausgeliefert sind und deshalb ins Verderben laufen müssen. Immer und immer wieder. Und das erklärt auch, warum dieser Film, genau wie "Mulholland Drive" eine Art von Zeitschleife erzählt - das Ende ist hier wieder der Anfang.
Dafür, dass Lynch hier nichts anderes als die Hölle inszeniert, ist das aber dennoch ein recht unterhaltsamer Film geworden. Mit Patricia Arquette leistet mal wieder die weibliche Hauptrolle bei Lynch großartiges. Dagegen bleiben dann die männlichen Counterparts fast etwas blass. Schön ist auch der Wechsel von Farben, von Licht und Erzählrhythmus beim Wechsel in die Welt der Wünsche nach der ersten Verwandlung des Protagonisten geraten. Und gelungen sind auch die meisten der vielen kleinen, magischen Elemente, die dem Zuschauer klar machen sollen, dass es hierum eine Reise in das eigene Ich geht, in die Welt der eigenen Wünsche und damit Abgründe. Mögen sich auch einige Zuschauer beim Sehen Lost auf dem Highway fühlen, so ist für mich "Lost Highway" doch eine gelungene Variation der Themen, die in so vielen Filmen von Lynch eine Rolle spielen und für den Fan daher durchaus durchschaubar sind. Und die Fans erfreuen sich dann noch an der wunderbar düsteren Atmosphäre und den besonderen Erzählweise von Lynch, die die eigentliche Story noch mit wunderbaren, verstörenden Elementen umgibt. Die wiederum durch schräge Nebenfiguren, schöne Bilder und großartige Musik unterstützt werden.
"Die Hölle, das sind die anderen" sagt Sartre in "Huis clos". Lynch widerlegt das in diesem Film erfolgreich. Denn die Hölle, die tragen wir in uns selbst. Und deshalb ist der Teufel auch schon längst bei uns zu Hause, denn wir haben ihn eingeladen.
Ein düsteres Gemälde aus Gewalt und Wahnsinn - David Lynchs: Lost Highway
Datum:26.11.2009 - Rating: 5/5Fred Madison (Bill Pullman) und seine Frau Renee (Patricia Arquette) erhalten von einem Unbekannten Videobänder, die das Innere ihres Hauses und die beiden im Schlaf zeigen. Das letzte Band zeigt die ermordete Renee und ihren Mann, der zwischen ihren Überresten kauert. Fred wird von der Polizei verhaftet und des Mordes angeklagt. Doch in der einsamen Gefängniszelle geschieht etwas Wundersames. Fred verwandelt sich plötzlich in Peter Raymond Dayton (Balthazar Getty) einem jungen Automechaniker...
Es gibt in Hollywood wohl keinen Regisseur, der es so genial versteht den Zuschauer zu fesseln und gleichzeitig bis zur letzten Sekunde im Unklaren zu halten, wie die Filme von David Lynch. Seine Filme kann man in keine Schublade stecken, sie sind wahre Kunstwerke mit reichlich, wenn nicht sogar unendlich viel Platz für Interpretationen. Lynch liefert mehr Fragen als Antworten, er reiht verwirrende Szenen aneinander und lässt sie dann mit ungeahnter Leichtigkeit entwirren. Wobei er es regelmäßig dem Zuschauer oblässt seine Filmkunst zu verstehen.
"Lost Highway" ist eines dieser bildgewaltigen Kunstwerke von Lynch. Er perfektioniert das Spiel mit Licht und Schatten und schafft es alleine damit schon Botschaften zu vermitteln. Dabei spielt er gekonnt mit den menschlichen Urängsten von Gewalt und puren Wahnsinn. Was ein wichtiges Element seiner Filme ist, ist der Einbau der Femme Fatale, wie schon in Mulholland Drive - Straße der Finsternis ist sie der erotische Schlüssel zwischen den Figuren. Patricia Arquette verkörpert diese Rolle in ähnlicher Perfektion, wie Laura Harring in "Mulholland Drive". Ebenso ist der Auftritt einer mephisto-ähnlichen Figur auch in "Lost Highway" nicht zu übersehen, als Verkörperung vom absolut Bösen, welches wohl einhergeht mit Lynch Interpretation des Wahnsinns.
Die Verwobenheit der einzelnen Szenen miteinander ist dabei der große Pluspunkt, diese Umsetzung sorgt dafür, dass "Lost Highway" bis zum Ende hin spannend bleibt, auch wenn der aufmerksame Zuschauer sich sicherlich schon sein eigenes Bild des Filmendes gemacht hat. Dieses ist zwar definitiv gelungen, allerdings fehlte mit die ganz große "Überraschung" am Ende doch irgendwie, dass ist David Lynch in "Mullholland Drive" definitiv besser gelungen. Daher sehe ich "Lost Highway" hinter der Produktion aus 2001. Ebenso ist die Filmmusik, mit der Einspielung von den Rammstein-Songs "Heirate mich" und "Rammstein" grundsätzlich eine gute Idee, hätte als Akustik-Version aber besser gewirkt. Aber eigentlich ist das auch nur eine Nuance an Kritik in einem starken Film. "Lost Highway" ist ein surreales Meisterwerk mit reichlich Platz für Interpretationen, dass ein mehrmaliges Sehen eigentlich zur Pflicht macht und alleine damit schon sein Ziel erreicht hat - 5 Sterne.
Traumatisierend!
Datum:28.10.2008 - Rating: 5/5"Lost Highway" ist für mich Lynch's perfektester Film: er geht in Mark und Bein - visuell und akustisch.
Bilder, die einen nicht mehr loslassen, weil sie gleichzeitig wie Fragmente des Unterbewußtseins wirken, ein Soundtrack, der so unsagbar variabel und prägnant ist. David Bowie's "Deranged" wirkt wie geschaffen für diesen Film, der derangierter nicht zu inszenieren ist (es sei denn, man schaut sich gleich danach "Inland Empire" an :-)... ).
"Lost Highway" ist alles - ein Musikvideo, ein Thriller, ein Theaterstück, ein Gemälde, eine Erinnerung und letztes ein geniales Werk! Nichts für schwache Nerven, aber unbedingt sehenswert und mit hohem Suchtpotenzial.
